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24. Februar 2026

Die Menschen in und aus der Ukraine brauchen unsere Unterstützung jetzt!

Statement russischer und deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen zum 4. Jahrestag des großangelegten Krieges gegen die Ukraine.

Seit 12 Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Am 24.02.2026 jährt sich zum vierten Mal Russlands umfassender Angriff auf das gesamte Territorium der Ukraine. Vier Jahre später wird der Krieg gegen die Ukraine vor allem aus militärpolitischer Sicht diskutiert, es finden auf hoher politischer Ebene Verhandlungen über Grenzverschiebungen, Waffenstillstand und NATO-Mitgliedschaft statt.

Angeblich wird auch die humanitäre Lage diskutiert. Zur selben Zeit durchlebt die ukrainische Zivilbevölkerung den härtesten Winter in dem schon seit 2014 andauernden Krieg gegen ihr Land. Massive Angriffe auf die Infrastruktur des Landes haben zur Unterbrechung der Stromversorgung für Millionen von Menschen geführt. Die Behinderung der Reparaturarbeiten durch weitere Angriffe bedeutet, dass in Kyiv und vielen anderen Orten in der Ukraine, Menschen schon seit Wochen ohne Heizung auskommen müssen, und das bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Laut offiziellen Angaben haben seit Anfang des Jahres etwa 600 000 Menschen Kyiv verlassen[1], da ihre Sicherheit und ihr Überleben ohne Strom und Heizung in Gefahr sind.

Gleichzeitig arbeiten viele in der ukrainischen Zivilgesellschaft weiter, einschließlich unserer Partner, um die Bevölkerung mit dem Notwendigsten zu versorgen, um denjenigen Hilfe zu bringen, die auf Hilfe angewiesen sind und die Hoffnung brauchen. Dazu gehören auch die gefangenen Soldat:innen und Zivilist:innen, die entgegen internationalen Normen in Russland festgehalten werden und z. T. unmenschlicher und erniedrigender Behandlung ausgesetzt sind oder die in unfairen Gerichtsverfahren zu langen Haftstrafen verurteilt werden.  

Die Menschen in der Ukraine brauchen unsere Unterstützung jetzt! Wir können nicht weiter zusehen, wie “Friedensverhandlungen” geführt werden, die nicht den Fokus auf den Schutz und die Versorgung der Zivilbevölkerung legen und die Freilassung ziviler Gefangener hintan stellen. 

Wir können nicht auf einen Frieden hoffen, wenn die Menschenrechte und -würde nicht priorisiert und die Grundbedingungen für ein friedliches Leben für die Bevölkerung der Ukraine nicht erfüllt sind.

Vor diesem Hintergrund fordern wir von der deutschen Regierung:

— umfassende technische und humanitäre Unterstützung für die Ukraine jetzt;

— deutliche Forderungen gegenüber allen Teilnehmenden an Friedensverhandlungen, dass der dauerhafte Schutz der Zivilbevölkerung oberste Priorität haben muss;

— Unterstützung bei Verhandlungen zum Austausch und zur Freilassung aller zivilen Gefangenen in dem Konflikt. 

— Druck auf Russland erhöhen, um die Bombardierung der Städte jetzt zu stoppen. 

 

Wir können nicht zulassen, dass die Unterstützung für die Zivilbevölkerung in der Ukraine und für die nach Deutschland Geflüchteten nachlässt und die prekäre Lage von Menschen in der Ukraine gerade jetzt stillgeschwiegen wird. Als  Gesellschaft müssen wir Verantwortung für unsere ukrainischen Nachbarn übernehmen und allen EU-Mitgliedstaaten als Vorbild dienen.

[1] S. z. B. https://www.deutschlandfunk.de/klitschko-rund-600-000-menschen-haben-kiew-verlassen-100.html 


Civil Society Forum e.V.

PANDA platforma e. V. Center for Independent Social Research Berlin (CISR e.V.) EqualPostOst

NxTBerlin Coopera e.V.

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