Das Center for Independent Social Research (CISR) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der im November 2015 in Berlin von Sozialwissenschaftler*innen, Expert*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen gegründet wurde. Hauptziele dieser gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Vereinigung sind die Unterstützung und Durchführung von sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekten sowie die Förderung der Zivilgesellschaft in postsozialistischen Ländern.
Die langjährige Forschungserfahrung der CISR Mitglieder ist maßgebend für eine professionelle Umsetzung von zivilgesellschaftlichen Projekten, denn sie ermöglicht es,  Herausforderungen zu bestimmen, mit denen postsozialistische Gesellschaften konfrontiert sind. Erst durch die wissenschaftliche Analyse der tiefergehenden Ursachen und Folgen dieser zivilgesellschaftlichen Herausforderungen können effiziente Lösungen in Projektkonzepten umgesetzt werden. 

Zentrale Tätigkeitsbereiche und -Formate des CISR sind:
1. Konzeption und Durchführung von Forschungsprojekten in folgenden Bereichen: Migrations- und Urbanitätsforschung, soziale Bewegungen, Konflikte und Erinnerungspolitik.
2. Erstellung von Analysen sozialer, kultureller und politischer Prozesse in Osteuropa und postsowjetischen Staaten durch Expert*innen.
3. Angewandte Bildungsarbeit und Entwicklung von transnationalen zivilgesellschaftlichen Netzwerken, Vereinigungen und Organisationen.
4. Tätigkeiten im Bereich friedlicher Konflikttransformationen und Schaffung von Dialogplattformen.
5. Erstellung von gemeinwohlorientierten Bildungsprogrammen, Weiterqualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche und junge Expert*innen im Bereich der Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaft und Massenmedien.
6. Erstellung und Publikation von analytischen Studien, Forschungsberichten und Lehrmaterialien.

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Dr. Elena Stein, Soziologin und Politikwissenschaftlerin, leitet den CISR e.V. seit der Gründung und ist Vorstandsvorsitzende des Vereins. Sie ist an der Entwicklung und Konzeption diverser Projekte beteiligt. Elena spezialisiert sich auf die Organisationsstruktur von NGOs, ist Trainerin und Coach mit Schwerpunkten Teamentwicklung, social start up, Analyse und Beratung interner Organisationsprozessen sowie Moderation.

Elena studierte Soziologie an der St. Petersburger Staatsuniversität für Marine Technologie und schloss ihre politikwissenschaftliche Promotion an der Universität Mannheim zu dem Thema „Wehrpflicht und Staatsbürgerschaftskrise in Russland: Strategien der Einberufung und der Verweigerung“. Bis März 2017 war sie in verschiedenen Programmen und Projekten als Projektleiterin bei dem DRA e.V. tätig. Ihre ersten soziologischen Erfahrungen sammelte sie beim Centre for Independent Social Research in St. Petersburg.

 

Dr. Tsypylma Darieva, Ethnologin, studierte Geschichte an der Staatlichen Universität St. Petersburg und Sozialanthropologie an der Freien Universität Berlin, promovierte 2003 an der Humboldt Universität zu Berlin im Fachbereich für Europäischen Etnologie. 2013-2016 war sie als Projektkoordinatorin und Dozentin an der FSU Jena und davor als Associate Professor an der Universität Tsukuba, International Area Studies in Japan tätig.  Zur Zeit lehrt Darieva an der Humboldt Universität und assozieirtes Mitglied des Instituts für Slawistik und Kaukasusstudien an der FSU Jena. Sie ist Kooperationspartnerin des ZOiS Berlin und Gründungsmitglied des CISR-Vorstands.  Ihre derzeitige Themenschwerpunkte sind Anthropologie der Migration, Diaspora, postsozialistischer Urbanismus, sakrale Räume und Wallfahrten im Kaukasus und Zentralasien.
Ihre zahlreichen Publikationen sind in Ethnic and Racial Studies, Global Networks, Zeitschrift für Ethnologie, Focaal- European Journal for Global Anthropology, Этнографическое обозрение, Неприкосновенный Запас, Europa Regional, Central Asian Survey erschienen. Sie ist Autorin von Russkij Berlin. Migranten und Medien in Berlin und London, LIT Verlag 2004  und Mitherausgeberin von Cosmopolitan Sociability. Locating Transnational Religious and Diasporic Networks, Routledge 2011; Urban Spaces after Socialism. Ethnographies of Public Places in Eurasian Cities, Campus 2011, Sacred Places-Emergent Spaces. Religious Pluralism in the post-Soviet Caucasus, Berghahn Books 2017.

 

marit cremer

 Dr. Marit Cremer studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Osteuropastudien in Rostock, St. Petersburg, Potsdam und Berlin. Seit 2015 leitet sie Projekte bei MEMORIAL Deutschland zur Erinnerungspolitik im postsowjetischen Raum und Deutschland. In ihrer Promotion „Angekommen und integriert? Bewältigungsstrategien im Migrationsprozess“ (2017) untersuchte sie Strategien und Handlungsoptionen tschetschenischer Geflüchteter in Deutschland. Von 2003-2011 war sie im Behandlungszentrum für Folteropfer als Dolmetscherin tätig. Bis 2014 leitete sie ein Modellprojekt im Bereich Pränataldiagnostik (EKFUL), anschließend übernahm sie die wissenschaftliche Begleitforschung eines Projekts zur Berufsorientierung Neuköllner Schüler (AWO). In den Jahren 2015 und 2016 nahm sie an internationalen Menschenrechtsmonitorings in der Ostukraine teil. Derzeit forscht sie zu Identitäten der zweiten Generation der deportierten Russlanddeutschen und gemeinsam mit dem CISR St. Petersburg zu den Erinnerungen von Kindern deutscher Gulaghäftlinge. Seit 2018 ist sie Mitglied im Vorstand des CISR Berlin. 




 

Sevil Huseynova - studierte Jura an der Staatlichen Universität Baku. Seit 2005 tätig in diversen sozialwissenschaftlichen Projekten im Postsowjetischen Raum und Deutschland. 2007–2010  Vertreterin der Heinrich-Böll-Stiftung  in Aserbaidschan. Seit 2010 promoviert  im Bereich der Ethnologie an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie ist die Autorin von mehr als 50 wissenschaftlichen Publikationen. Seit 2015 Mietglied des CISR e.V. Berlin und seit 2016 Projektkoordinatorin im Rahmen des Projekts "Die Massenmedien und Konflikttransformation". Ihre wissenschaftlichen Interessen konzentrieren sich auf Urban Anthropologie, Konflikten und Migration.




Dr. Sergey Rumyansev - studierte Soziologe an der Staatlichen Universität Baku. 2003-2014 Wisschenschaftler beim Institut für Philosophie, Soziologie und Recht an der Wissenschaftsakademie Aserbaidschans. 2010-2012 Postdoktorand der Alexander von Humboldt-Stiftung am Institut für Europäische Ethnologie HU zu Berlin.  Seit 2012 Mitglied des Imagine Center for Conflict Transformation (Washington/Tbilisi).  2014-2015 Gastprofessor am Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (Braunschweig). Seine wissenschaftlichen Interessen konzentrieren sich auf Konflikten, Nazionalismus, Geschichts-und Erinnerungspolitik, Urban Anthropologie, Migration und Diasporas. Er ist der Autor von mehr als 50 wissenschaftlichen Publikationen. Als Publizist und Redakteur arbeitet er mit diversen Medien-Platformen sowie analytischen Verlagen.  Seit 2015 ständiger Redakteur von caucasusedition.net. Seit 2015 Vorstandsmitglied des CISR e.V. Berlin und Leiter des Projekts "Die Massenmedien und Konflikttransformation".


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